Konzerte

Pfeffelbach Open Air
Hämatom, Firkin, Heilige Bruehder, Hammer King, Brennstoff & Wir Sind E.I.N.S.

01.Juli bis 01.Juli 2016

Pfeffelbach Open Air – Freitag

Es war mal wieder soweit, das Pfeffelbach Open Air lud ein, dieses Jahr sogar mit einem Jubiläum: 10 Jahre existiert dieses klein, aber umso feinere Festival schon und präsentiert weitestgehend Bands aus dem deutschsprachigen Rockgenre, eine Melange aus Deutsch- und Punkrockbands. Aus familiären Gründen konnte ich dieses Jahr nur am Freitag Vorort sein, die vorneweg, warum nur vom Freitag berichtet wird …

Anreise, Parken und finden des Geländes wie immer kein Problem. Der Einlass war auch weitestgehend pünktlich. Dafür war der Opener des Festival-Wochenendes aber pünktlich auf der Stage. Die Nordbadener Jungs von WIR SIND E.I.N.S. sollten den Reigen eröffnen. Die Sonne schien, die Fans versammelten sich vor der Bühne und los ging es: Um sich mal vorzustellen kam gleich mal ‚Wir sind E.I.N.S.‘. Nachdem das Eis gebrochen war, das erste zarte kleine Pogo stattgefunden hatte konnte man mit ‚Nichts ist wie immer‘, ‚Gotteswerk und unser Beitrag‘ – hier gab es kleine Bitte um ein Pogo, dieser Bitte wurde sofort nachgekommen – eine kleine Widmung gehen Himmel an Lemmy, R.I.P., mit ‚Gruß an euch‘. Dann gab es noch ‚God Bless Fu***ng America‘ und ‚Vertrauen‘. Die Jungs waren wie immer geil, aber heuer konnte ich ihren neuen Fronter mal Live sehen und ja, der passt! Ein geiler Gig war zu schnell zu Ende.

Mit den Schlachtrufen „Saarland Assozial“, in der Pfalz von Pfälzern und Saarländern, konnte nur eines bedeuten: BRENNSTOFF werden die Bühne entern um die Massen zu entzücken. ‚Wir sind zurück‘ war einer der ersten Songs, gleichwohl war auch das zweite Studiolangeisen der Herren am Merchstand erhältlich. Daher konnte man auch frohen Mutes ‚Auf uns‘ anstimmen. Was die Fans auch für sich in Anspruch nahmen. Ein permanentes Pogo, mal kleiner mal größer, folgte dem Gig der Buben. Der letzte Kick der alles umriss folgte bei ‚Oh Schatzi‘, aber ‚Kleider machen Leute‘, ‚Mit dem Kopf voraus‘, ‚Freunde wie Brüder‘ oder wie passend da EM gerade war ‚Der 12. Mann‘. Das war aber noch nicht alles, es gab noch die Brennstoff Version von Herrn Deutscher‘s Song ‚König von Deutschland‘, ‚Ein Leben lang‘ und ‚Nachbar‘. Zum Schluss folgte dann noch der Song, den sie dem Pfeffelbach Open Air gewidmet haben ‚Die geilste Zeit‘ und selbstverständlich war hier der Fanchor am lautesten. Wer von den Jungs nicht genug bekommen konnte, hatte am Samstag nochmals die Chance darauf, denn die Jungs spielten noch einen Zeltplatz-Gig am Samstag, vor allen anderen Bands, die am Samstag folgen sollten …

Nun war es in der tiefstehenden Abendsonne Zeit für die aus Frankreich stammende Metalformation HAMMER KINGS. Die Mannen gaben alles, aber leider sprang der Funken nicht so über wie gewünscht. Ob es an den teilweisen langen Ansagen lag oder die Songs zu progressiv waren, die treibenden Songs führten nämlich zu tanzenden Menschen. Einige Fans verließen ihren Platz vor der Bühne sogar. Songs wie ‚Hammer King‘, ‚Aderlass‘, ‚The Blood‘ oder ‚We are a Hammer‘ oder ‚King Brother‘ wurden zum Besten gegeben. Da Band gab jedenfalls alles und ließ sich nicht unterbringen. Am Ende bekamen sie der ihnen gebührende Applaus.

Nun war es an dem alten Maß für Getränke, FIRKIN, aus dem Lande Ektomorf’s, Ungarn, mit ihrem Speed Folk, wie sie ihre Musik selbst betiteln, die Fans von sich zu überzeugen. Im Gepäck hatte man Bass, E-Gitarre, Drums, Flöte, einen starken Fronter und das optische Highlight des Tages, eine Violinistin. Dann ging es los mit ihren starken, des Öfteren mit Doublebass angereicherten Folksongs. ihr Fronter war sehr präsent und animierte die Fans stets, was dazu führte, dass es immer mehr Fans vor der Bühne wurden. Trotz der englischen Lyrics, mache auch ungarisch, tat der Feierwut der Band und der Fans keinen Abbruch. Ab dem zweiten Song hatte man die Fans in der Tasche. Ein Nachteil gab es aber, der Fronter kündigte die Songs an, aber den Songnamen konnte man kaum, leider, verstehen. Verstanden habe ich ‚Drunken Sailor‘ und ‚Firkin full of Beer‘, zur Erinnerung, das sind 36,3 Liter … Ganz nett, oder? Die Herren und die Dame spielten einen sensationellen Gig, das sahen auch die Fans so. Da nun auch die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand, konnte die Bühnenlightshow nun auch zeigen warum sie installiert wurde. Viel zu schnell war dieser engagierte Gig zu Ende. An den Veranstalter: Diese Band bitte nochmals einladen …

Aber jetzt war der Platz komplett gefüllt, der Headliner kündigte sich an: HÄMATOM Mit ihrer Singleauskopplung, ihrer blasphemischen These ‚Wir sind Gott‘, hat man gleich für Furore gesorgt, so wie man es immer tut. Nord, Ost, Süd und West waren nun dran ihre Bühnenshow zu zeigen und diese ist auch über alle Landesgrenzen hinaus bekannt. Abgesehen von dem erwähnten Song, der auch der Opener des Abends werden sollte, gab es dann noch ‚Made in Germany‘, ‚Fleisch & Blut‘ oder das ebenfalls sehr beliebte ‚Fick das System‘. Natürlich hatte man wieder die hauseigene T-Shirt-Schussmaschine dabei, mit der drei oder vier Shirts in das Publikum geschossen wurden. Es gab aber nicht nur neues Material auf die Ohren, man zeigte aus fast allen Schaffensperioden Songs wie u.a. ‚Alte Liebe rostet nicht‘ oder ‚Ein Sturm zieht auf‘ oder der schöne Mittelfinger-Song ‚Leck mich‘. Bei diesem Gig gab es kein Halten, alle Dämme brachen, damit sind auch die Crowdsurfer gemeint und was den Fanchor anging. Ein würdiger Headliner, der im Rahmen seiner Tournee eine sehr geile Show zeigte. Jetzt war aber noch nicht Schluss …

Den Abschluss des ersten Tages sollten die HEILIGEN BRUEHDER darstellen, für all diejenigen die diese Formation noch nicht kennen sollten, eine Onkelz Tribute Band. Jetzt kam es zu den Pogos die ich zuvor schon erwartet hatte, dazu mischten sich noch ein paar Tropfen vom Himmel, aber alles kein Problem. Die Jungs auf der Bühne spielten, sangen und überzeugten auf ganzer Linie. Egal wie alt oder „jung“ die Songs waren die sie zelebrierten, der Fanchor war immer dar. Und wie es sich für solch ein Konzert gehört kamen schon nachdem ersten Song die „Mexiko“-Rufe. Da die „Legenden“ ja reinkarniert sind, seit 2014 ein jährliches Festival unterhalten und nun auch eine Hallentour schmieden, stellte sich die Frage nach Textsicherheit der Fans in keinster Weise. ‚10 Jahre‘, ‚So sind wir‘, ‚Heilige Lieder‘ und ‚Gehasst, Verdammt, Vergöttert‘ alleine zeigen schon, dass die Jungs alles drauf haben, was man sich als Alt- oder Jungfan wünschen könnte. Was glaubt ihr, wurde ‚Mexiko‘ gespielt … Selbstredend, oder? Diese Jungs waren die Kirsche auf der Sahnehaube des Freitags.

Generell zum Festival muss man sagen, dass die Preise für Speis und Trank im üblichen Rahmen lagen, alle Stände waren in ausreichender Anzahl vorhanden. Die Menschen hinter den Ständen stets freundlich, die Securitiy wie man es sich wünscht, im Hintergrund aber wenn mal gebraucht mit der nötigen Präsenz vorhanden. Die Preise an den Merchständen auch innerhalb des Üblichen, keine Ausreißer.

Wieder einmal kann den Veranstaltern attestiert werden, dass sie einen sehr guten Job gemacht haben und das noch unter erschwerten Bedingungen, da ja am Samstag ein EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft anstand, aber auch dies hat man mit Bravour gelöst bekommen. Bis zum nächsten Jahr Pfeffelbach, die Pommesgabel zum Gruße!!!

Die Bilder findet ihr auf unserer Bilderpage: www.EvilRocksHard-Gallery.net – Check it out!!!

Eure RoadCrew
Car Sten






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