Konzerte

Soulfly
Dimension Seven

26.Juni 2002

Nach dem das vielleicht beste Konzert des Jahres kurzfristig vom 10. auf den 26.Juni 2002 verschoben wurde, kochte jetzt endlich die Kapp. Eingeheizt wurde die ausverkaufte Halle von der holländischen Band Dimension Seven. Mit Hilfe eines Megaphons brüllte Sänger Joke sich die Seele aus dem Leib. Wie das bei den meisten Vorgruppen so ist, war das Publikum erst etwas skeptisch. Nach den ersten drei Liedern legte sich auch das und die Menge pogte. Mit der entsprechenden Härte, wie es sich für eine Band gehört, die direkt vor Soulfly spielt, hinterließen sie einen bleibenden Eindruck, den sie zum größten Teil durch ihre Power machten. Die Songs an sich waren teilweise monoton und zu simple, trotz dieser kleinen Engpässe, verließen sie die Bühne mit neuen vielen Sympathisanten im Publikum, die sie sich spätestens durch die Gratulation, zum Sieg der Deutschen National-11 gegen Südkorea, gemacht hatten.

Nach über 30 Minuten Umbauphase (in der unter anderem eine Deutschland- sowie eine Brasilien-Fahne auf der Bühne befestigt wurde, - also auch hier verlässt uns der Fußball nicht) betrat dann endlich Soulfly die Bühne. Sobald Max entdeckt war, stürmten die Leute nach vorne. Es gab kein Halten mehr. Die Band überzeugte und es war eindeutig ihre Freunde über die Begeisterung des Publikums zu spüren. Sie heizten es weiter auf und animierten sie immer wieder mit ‚Jump (-dafuckup)’ zum springen, obwohl die Kräfte immer mehr schwanden, machten alle mit. Nur vereinzelt standen Leute still, was häufig an der Überanstrengung lag, da die Lust der Kapp auch nicht gerade gut war - sie entwickelte sich zu einer Sauna. Da das Konzert gerade mal 2 Tage nach erscheinen des 3ten Albums stattfand, waren den Meisten die neuen Songs noch nicht so geläufig, doch alte wie neue Lieder fanden entsprechenden Anklang. ‚Seek’n’Strike’ oder auch ‚Brasil’ kamen an, doch besonders die Instrumentaleinlagen, z. B. mit Trommeln, fanden begeisterten Anklang. Mithalten konnten da nur Songs wie ‚Primitiv’ oder ‚Jumpdafuckup’.

Als Fazit kann ich nur allen die es verpasst haben mein Beileid aussprechen.

Verena Kuhn 






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