Reviews

A Fleur de Peau

Label: Eigenproduktion (2017)

Multiinstrumentalisten bzw. One Man Bands kennt man im Metalbereich vornehmlich aus dem hohen Norden, mit einem ziemlichen Drang und Hang zu Blackmetal mit sehrt viel Atmosphäre und mit massiven Todesszenarien. Unser heutiger Kandidat kommt aus Frankreich und bietet eine brachiale Mischung aus Death-, Thrash und Blackmetal, dazu gesellt sich aber noch ein gehöriges Maß an Progressivität, die aber der restlichen Direktheit unterliegt und somit nur als Nuance zu Buche schlägt.
 
Wenn man alles in Eigenregie macht hat man eben auch die Möglichkeit, das Ganz so zu mischen, dass man jedes Instrument hört bzw. spürt bei entsprechender Lautstärke, so ist das auch hier. Der Bass in seiner wunderbaren, tiefen und drückenden Natur kommt hier voll zum Zuge, die Gitarrenwände die gezaubert werden erinnern an den skandinavischen Death-Metal-Gitarrensound a la Dismember oder Bloodbath. Thrashig wird es immer mal wieder, wenn gewisse Nuancen zu setzen sind, aber auch kaum fassbare Samples via Synth oder Keys erklingen auf einmal in einem Song, wie z.B. bei ‚All is Black‘. Die Vocals werden im Screambereich serviert, aber nicht diese gellend-hohe Version sondern die schön im Bariton gelegene Version. Weitere Lauschproben könnten sein ‚Take my Soul‘ oder auch ‚Mind War‘.
 
Mein Tipp: Ein Album das nicht von der Stange kommt und aus Frankreich hat man solch ein Album eh nicht erwartet. Hart, straight, brutal, variabel mit einzelnen Überraschungen, aber in seiner Komplexität sensationell gewaltig. Da bleibt nur zu sagen: Merci und die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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