Reviews

Erdenwind

Label: Monopol Records (2018)

Das nächste Album einer Band die man in einem Atemzug mit den Puhdys, Karat oder City nennen kann und muss. Um es in eine Formel zu bringen: Der Osten rockt und das ganze gab es auch schon vor dem Mauerfall, da haben sich diese Herren aus Leipzig ihre Sporen verdient. Nach der Wende kam das Ende, aber nur temporär, denn 2007 gab es eine Reunion. Eine Zwei-Generationenband entstand. Der Sohn des Originalfronters trat der Band bei, trommelte die alten Helden zusammen, hauchte der Formation neues Leben ein. Nun ist es an der Zeit zwei Jahre nach dem 40.-jährigen Bandjubiläum und sechs Jahren ohne Albumrelease das neue Album zu begrüßen …
 
Was erwartet einen bei solch einer Band? Gefühlvoller, getragener Rock, mit ehrlichen Texten, keine Ausbrüche in irgendwelche Extreme. Man bedient sich seines gesamten Schaffenszeitraums, soll heißen manch eine Nummer ist schon ein wenig spacig angehaucht, aber keine große 70-iger Allüren, dafür ist das Klangerlebnis schlicht zu groß. Als Lauschproben können der Opener ‚Meine Stadt‘ oder der Song mit einem alten bekannten am Mikro, eine Art Gastauftritt bei ‚Geben oder Nehmen‘ genauso gut und leicht spacig wäre ‚Sag deinen Namen‘ geeignet. Oder ‚Wenn es hart wird‘ zum Schluss könnte man noch die Instrumental-Version des Songs ‚Nachtkind‘.
 
Mein Tipp: Die Band schließt an ihre alten Tage an, aber ohne angestaubt zu klingen. Schöner, guter Rock mit ehrlichen Texten, sehr gefühlvoll vorgetragen, keine Allüren, kein Gejammer, frei vom Herzen weg. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
9/10
 
Car Sten






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