DVD: Enjoy The Quiet - Live At Wacken 2012
01. GHOULDIGGERS
02. NO “W“
03. RIO GRANDE BLOOD
04. LIESLIESLIES
05. 99 %ERS
06. LIFE IS GOOD
07. WAITING
08. RELAPSE
09. NEW WORLD ORDER (N.W.O.)
10. JUST ONE FIX
11. THIEVES
Live At Wacken 2006 (Bonus):
12. FEAR IS BIG BUSINESS
13. SEÑOR PELIGRO
14. NO W
15. RIO GRANDE BLOOD
16. THE GREAT SATAN
17. WAITING
18. LIESLIESLIES
19. WORTHLESS
20. WRONG
21. NEW WORLD ORDER (N.W.O.)
22. JUST ONE FIX
23. THIEVES
24. KHYBER PASS
25. PSALM 69
CD 1: Enjoy The Quiet - Live At Wacken 2012
01. GHOULDIGGERS
02. NO “W“
03. RIO GRANDE BLOOD
04. LIESLIESLIES
05. 99 %ERS
06. LIFE IS GOOD
07. WAITING
08. RELAPSE
09. NEW WORLD ORDER (N.W.O.)
10. JUST ONE FIX
11. THIEVES
CD 2: Enjoy The Quiet - Live At Wacken 2006 (Bonus):
01. FEAR IS BIG BUSINESS
02. SEÑOR PELIGRO
03. NO W
04. RIO GRANDE BLOOD
05. THE GREAT SATAN
06. WAITING
07. LIESLIESLIES
08. WORTHLESS
09. WRONG
10. NEW WORLD ORDER (N.W.O.)
11. JUST ONE FIX
12. THIEVES
13. KHYBER PASS
14. PSALM 69
Label: EMI Music (2013)
Eigentlich sollte ja bei Al Jourgensen und seinen Mannen der Industrial Metal Institution Ministry schon vor fünf Jahren Schicht im Schacht sein, aber den Ruhestand hat die Legende nicht wirklich ausgehalten. Und auch wenn der Output seit dem Comeback nicht unbedingt flächendeckend überzeugend war, ist es doch schon, einen solchen Gesinnungstäter unter den aktiven Musikern des Planeten zu wissen. Nachdem vor etwa einem 3/4 Jahr der Gitarrist dieser Band viel zu früh verstorben ist, hatte Al Jourgensen nun die Gelegenheit, ihm mit dem Mitschnitt der Konzerte auf dem Wacken Open Air der Jahre 2006 und 2012 ein Denkmal zu setzen, das hier sowohl als Doppel-CD als auch als DVD vorliegt.
Die Band lässt es auch sehr amtlich krachen und gönnt ihren Zuschauern kaum eine Verschnaufpause, so heftig gibt es auf die Mütze. Allerdings ist es überaus bedauerlich, dass zumindest beim 2012er Gig fast keine Klassiker feilgeboten wurden. Zu sehr lag damals der Schwerpunkt auf den neuen Stücken, die es natürlich auch zu vermarkten galt. Aber die Band hat sich damit nicht unbedingt den größten Gefallen getan. Es gilt eben nach wie vor die Regel: Bei Hallentouren zockt man die neuen und einige ausgefallene Sachen, bei der begrenzten Spielzeit eines Festivals bietet man exakt das, was die Mehrheit hören möchte. Für mich völlig unverständlich, warum der geilste Ministry-Song aller Zeiten ("Jesus Built My Hotrod") nicht zum besten gegeben wurde.
Der Sound des Dreierpacks knallt heftig aus den Boxen, aber die Videoshow hinter der Bühne, die essentieller Bestandteil der politischen Botschaft der Band ist, geht im Freien doch deutlich verloren. Trotzdem ist diese Scheibe -nicht zuletzt wegen der deutlich beglückenderen Setlist des 2006er Gigs- ein wundervolles Dokument, um die Wartezeit zur neuen Studioscheibe zu überbrücken.
Frank Scheuermann
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