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Kult

Label: Trollzorn (2017)

20 Jahre Minas Morgul, sind 20 Jahre voller schwarzer, derber, brutaler, kühler, treibender Pagan Black Metal Magie. Doch auch das gehört dazu: Es liegen 5 lange Jahre zwischen diesem und dem Vorgängeralbum. Die Zeit hat der Band in keiner Weise geschadet. Die Jungs sind sich treu geblieben.
 
Selbst das Intro trägt so viel Melancholie, Düsterheit und Destruktivität in sich wie das Album auch versprüht, dabei hat man glasklaren Frauengesang, aber das Drumherum ist so düster. Der erste klassische Song ist auch gleich der Albumtiteltrack, eingeleitet mit einem gesprochenen Part, der auf die Szenerie aufmerksam macht. Musikalisch gehalten im abwartenden Takt, melancholisch und bedrohlich, auf den Ausbruch wartend und dann endlich bricht die rohe Urgewalt hervor. Die Jungs scheinen noch tiefer, schwärzer als schwarz zu sein. So klingen Minas Morgul heute, dazu die infernalischen Drums, im Blackmetal-Stil, brutale Gitarrenwände, treibend und straight, die Lyrics wunderbar verständlich schmeicheln, verstärken und vollenden sie das musikalische Konstrukt. Als weitere Lauschprobe, sofern ihr keine Zeit haben solltet das ganze Album zu testen, würde ich euch noch gerne ‚Abschied‘ anbieten wollen. Schon der Titel gibt grob die Richtung vor, dies in Verbindung mit Minas Morgul verspricht ein sehr bitteres Stück zu werden. Ihr Fronter 13R13 zeigt hierbei gesangliche Ausbrüche die man in dieser Form nicht kennt, fett und dramaturgisch herrlich aufgebaut. Zu guter Letzt noch muss noch der Gastauftritt von Robse (Equilibrium) bei ‚Nur eine Kugel‘ erwähnt werden, denn den Rest übernimmt die Band in ihrer unnachahmlichen Art selbst …
 
Mein Tipp: 5 lange Jahre mussten wir warten, aber das Warten hat sich gelohnt. Minas Morgul sind eben keine Popband, keine One-Hit-Wunder, sie sind die Herren ihres eigenen Schaffens und das was sie geschaffen haben ist wie immer über jeden Zweifel erhaben, Danke! Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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