Reviews

Pablo Infernal
Monologues

Label: Rough Trade Distribution (2019)

Wäre die Rockwelt eine Stadt, dann wäre der Progressive Rock die Universität. Und mitten auf dem Campus, nur wenige Meter von der Mensa entfernt, das steht ein Süßigkeitenladen. Seht Ihr ihn? Genau der, mit den vielen kleinen Leckereien in allen erdenklichen bunten Farben, mit vielen unterschiedlichen Farben. Genau das ist Pablo Infernal.

Mit ihrem Zweitling "Monologues" setzen sie an der Stelle an, wo sie zwei Jahre zuvor aufgehört haben: Ein quietschbuntes Universum mit großen Riffs, kleinen Fragmenten, Versatzstücken, Pop-Appeal und noch vielem mehr. Die Schweizer nehmen keinerlei Gefangene. Hier findet sich ein Beatles-Zitat, dort wird an Bill Nelson's Band Be-Bop Deluxe erinnert, dazwischen ein kurzer Schreianfall. Dann ein Refrain, der von Foreigner stammen könnte.

Alter Falter, kaum Verschnaufpausen und kein Song endet so, wie er begonnen hatte. Sind das überhaupt Songs im engeren Sinne? Ich bin mir immer noch nicht so ganz sicher. Eher Collagen, Skizzen, die zur Festigkeit geworden sind.

Massentauglich? Vermutlich nicht. Aber gut. Gut!

Frank Scheuermann

8/10






Rock & Pop Tickets bei www.eventim.de