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The Journey Goes On

Label: Frontiers Records (2003)

Egal ob mit dem 1981 erschienenen „Time Tell No Lies“ oder dem letzten Output „Nowhere To Hide“ aus dem Jahre 2000, Praying Mantis standen und stehen für qualitativ hochwertigen Melodic Hard Rock. Passend zu diesem erfolgreichen Scheiben wird die Reise nun fortgesetzt mit dem neuesten Werk „The Journey Goes On“. Personell hat sich einiges getan, zum Stamm der Band zählen lediglich die Brüder Tino und Chris Troy sowie Dennis Stratton. Und die haben es tatsächlich fertig gebracht, Dougie White (ex-Rainbow, Malmsteen) und John Sloman (Gary Moore) vor das Mikro zu kriegen. Für das Album natürlich ein absoluter Gewinn, die beiden teilen sich schiedlich friedlich die Vocals. Der Reiz mit zwei Sängern geht in diesem Fall voll auf, wenn es dann auch noch zwei solch erstklassige sind, hebt das die Scheibe schon auf ein ganz anderes Level. Doch „The Journey Goes On“ lebt nicht nur von der Prominenz, sondern auch von wunderschönen und eingängigen Melodien. Die Band klingt nicht mehr so hart wie beim Vorgänger, doch das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Die Musik besticht durch sehr viel Harmonie gepaart mit spielerischer Klasse und Leichtigkeit. Egal, ob jetzt die E-Gitarre oder die Akustikvariante den Vorzug erhält, jeder Song fasziniert auf seine eigene Art. Zudem spielt man mit diversen Einflüssen, die Songs sind zum Teil mit Pop Charakter versehen, klassische Anleihen und sogar spanisches Feeling (‚If Tomorrow Never Comes’) lassen keine Langeweile aufkommen.

Praying Mantis haben ihrem Ruf mal wieder alle Ehre gemacht und ein starkes Album hervorgezaubert, „The Journey Goes On“ lässt keine Wünsche offen.

Oliver Bender






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