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Omni

Label: earMusic (2018)

In der Metalszene muss man diese Recken des gepflegten Powermetals nicht mehr groß vorstellen. ihre Alben und die darauf enthaltenen Songs oder eher Hymnen sind hinlänglich bekannt. Viel interessanter für viele der Fakt, dass seit 2013 eine Stimme durch die Boxen kommt, die einem sofort Kopfkino bereitet, da man sie kennt, aber nur schwer mit Brasilien in Verbindung bringt. Das Staunen wird noch größer, wenn man sich den Opener dieses Albums anhört und denkt, dass das nicht nach Brasilien klingt, sondern nach Italien, nach klassischen Italo-Powerboots und dann liest man es und alles macht Sinn: Fabio Lione, Ex-Master-Vocalist von Rhapsody of Fire, zumindest seit 1997, ist der Vocalist von Angra, von der Interimslösung zur Dauerlösung.
 
Das Album als solches ist der Knaller. So variantenreich, mit überraschenden Wendungen, Female-Parts, thrashiges Ende, pompöses Midtempo, Duette, Gitarren-Soli, Doublebass, aber auch schöne Growls, straighte Gitarrenwände mit eingängigen Riffs und Hooks, eine stetig, schöne Basswand. Aber über allem steht die Stimmgewalt von Fabio. Nehmen wir mal einen Titel in den Mund als Lauschproben, sozusagen. Eignen würde sich der erwähnte Opener ‚Light of Transcendence‘ oder ‚The Bottom of my Soul‘ oder ‚Always More’. Auch eine ohrenweide ist der Song mit Guestvocals, ‘Black Widow’s Web feat. Alissa White-Gluz & Sandy‘.
 
Mein Tipp: Ein weiteres Meisterwerk am Powermetalfirmament. Die Verwandlungen die diese Band in Musik schafft sind sensationell und äußerst in den Bann ziehend. Man kann förmlich nicht mehr aufhören zu hören, wenn man einmal begonnen dieses Album zu hören, so viel Nues, überraschendes und verzauberndes hat dieses Album zu bieten. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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