Reviews

Mythologiae

Label: code666 (2019)

Heute haben wir von Slow ein Re-Release zu begrüßen, welches auf allen Ebenen runderneuert wurde, re-recorded, re-mixed und re-mastered vom Band Mastermind Deha höchst persönlich. Um dem Ganzen dann noch ein wenig mehr Muss-Ich-Haben-Charakter zu verpassen wurde kurzerhand noch ein Bonustrack drauf gepackt, nagelneu und das Artwork überarbeitet. Wie klingt es nun?

Das Album ist atmosphärisch bis zum Schluss, es liegt in der Natur der Sache, dass das Album nicht durch Geschwindigkeit sondern von der Entschleunigung lebt, doch braucht es recht lange bis es zu diesem Punkt gelangt.
Beim Opener fällt es einem schwer Metalbezüge herzustellen, von daher lassen wir ‚The Standing Giant‘ mal außen vor. Bei ‚Drowning Angel‘ verhält es sich anders, da kommt der Metal-Grundgedanke schön durch und nimmt einem mit auf diese dunkle Reise, auch die Lyrics sind im Zeitraffer dargeboten, was für die Komplexität steht und dem Ganzen noch mehr Tiefe, Schwere und Verlorenheit verpasst. ‚The Suffering Rebel‘ haut in die selbe Kerbe, wie dem geneigten Fan ja bekannt sein dürfte. Dann bleibt nur noch der neue Song ‚The Break of Dawn‘ übrig, auch er geht in die Richtung aller anderer Songs hat aber einen hörbar stärkeren Einfluss von den Keys, weniger schleppende Gitarren und erst recht keine Gitarrenläufe, eine Melodie in der hohen Lage vorgetragen, währen der Rest im Dunkeln und verborgen bleibt …
 
Mein Tipp: Wer Doom in seiner reinen Form mag, auf Langsamkeit steht gepaart mit Dunkelheit, Düsternis und Verlorenheit steht ist hier genau richtig. Von den Roots ausgegangen, wie Candlemass oder Pentagram, ist man auch hiervon manch einen Metronomschlag entfernt. Ein Album für Kenner und Genießer des Dooms eben, kein Allerweltsalbum. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
8,5/10
 
Car Sten






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