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Battle Metal

Label: Century Media (2004)

Da haben wir wieder eine Band, mit einer neuen Stilrichtung, die sich Battle Metal nennt. Manch Nostalgiker sagt dazu schlechthin Epicmetal. Und für wahr, bis auf die „neuen“ Instrumente, die man normalerweise nur bei Mittelaltercombos antrifft, unterscheidet sich das musikalische kaum vom oben angeführten Epicmetal á la Rhapsody. Bei den „neuen“ Instrumenten handelt es sich um Tamburin, Shaman drm, Djembe, Udu, Congas, Bongos.
Tursias startet mit einem klassischen Stück, gepaart mit einem Chorgesang. Danach folgt, wie von Epicmetal Bands schon vorgemacht ein heißer Ritt auf geilen Riffs, Hooks, Gitarrensoli, abwechslungsreichen Gesang, ein Schlagwerkspiel mit Teilen von Doublebass und eingängigen Melodien, die an die Grenze von Ohrwürmern heran kommen. Aber auch zwischen den einzelnen Songs gibt’s durchaus die eine oder andere Überraschung zu entdecken. Zum Beispiel bei ‚The Land Of Hope And Glory’ ein Chor der als Background mitsingt, dies wird vorzugsweise meist von Frauen getätigt. Oder auch der Song ‚Prologue For R.R.R.’, ein Prolog von drei Minuten Länge, als eigenen Song auszuweisen für den nächst Folgenden ‚Rex Regi Rebellis’. Dieser hat als thematische Leitlinie den historischen Roman von Zacharias Topelius, ‚In Times Of Gustavus Adolphus’, der den Dreißigjährigen Krieg behandelt.

Abgesehen von der gewählten Schublade, muss ich sagen ein innovatives Erstlingswerk der Finnen. Ein frischer Wind in der Epic- Powermetal Ecke. Erfrischend ist die Aufnahme historischen Materials in die Liedtexte, die ausgedachten Heldenepen und von irgendwelchen futuristischen Ländernamen hat nun ihren Zenith erreicht. Mein Tipp: Erfrischend, inspirierend und verlockend!

Carsten Rothe






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