Reviews

Grazie Governo

Label: Cargo Records (2018)

Hier haben wir wieder ein wenig britischen Streetpunk oder Punk im Allgemeinen. Und wie war das nochmal mit dem Apfel und dem Birnenbaum? Genau der eine fällt nicht weit vom anderen, so auch hier. Am Mikro haben wir niemand geringeres als den Sohn vom Cock Sparrer Fronter. Die eine Generation übergibt mehr oder weniger den Staffelstab an die nächste, eine sehr konsequente Umsetzung eines Generationenvertrages …
 
Die Mucke ist wie vom Herrn Papa gewohnt, sehr bissig, kritisch und mit viel Humor aber auch reichlich Alkohol versehen. Irgendwie hat man das Gefühl das manch ein Song unter einer gewissen Glocke aus Amsterdam entstanden sein muss oder eben irgendwelche Rastafari zu Gast waren. Los geht es mit diesem Gefühl gleich beim Opener, der auch gleich der Titeltrack ist und eine ziemliche Reggae-Schlagseite hat, was diesen Song aber umso sympathischer erscheinen lässt. In dieser Art der „Huldigung“, also Lyrics technisch, geht es weiter. Nehmt dazu dann nur mal ‚Warchief‘, köstlich. Aber ohne Promille geht es dann eben doch nicht, dazu nehmen wir dann doch einfach ‚Drink‘ als Hausnummer, der in üblicher musikalischer Weise serviert wird, damit das mit dem Pogo auch was wird. Ein weiterer Hinhörer wäre ‚Raced through Berlin‘. Wenn ihr Zeit habt, dann checkt doch einfach noch ein paar mehr …
 
Mein Tipp: Ein sehr schönes, eingängiges mit viel Spaß versehenes Album, dass den eigenen bissigen Humor, britisch eben, nicht vermissen lässt. Nach diesem Album hat man einfach ein Grinsen im Gesicht, Spaßfaktor kaum messbar. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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