Reviews

King Of Simmering

Label: Sony (2019)

Das dritte Album der Buben von Wiens 11. Gemeindebezirk, Berlins Neu-Kölln oder die Benz-Baracken, bekannt aus dem TV, wären die deutschen Äquivalente dazu und genau aus und zu diesem Schmelztiegel sieht sich die Band um ihr Mastermind Marco Pogo verbunden. Die Lyrics in typischer Art, Wiener-Schmä, vorgetragen, da kann man fast nicht böse sein. Zudem sind die Songs auch gerne Bittersweets, zu erst wird gelacht und dann gedacht, dann ist es nicht mehr so wichtig. Lyrics frei von der Leber, vom Leben über das Leben für das Leben. Auch musikalisch hat man sich in neuen Genres umgeschaut und eingebaut …
 
Der Opener ‚Heute fahr ma Polizei‘, was im 11. Bezirk öfters vorzukommen scheint, ist ein Schmunzelsong, allerdings ist die musikalische Range doch sehr weitreichend. Vom klassischen Punkrock geht es bei diesem Song bis zu Sprechgesang, Rap genannt, auch der Beat passt sich dem Ganzen an. Jedoch klingt es für mich eher nach Insane Clown Posse als nach dem ganzen Gangster-Rap-Zeugs … Geschmackssache. Back tot he Roots heißt es wieder bei ‚Zgroße Schuach‘. Dschinglisch kommt beim Titeltrack zum Ausdruck, man könnte es auch als Öttinger-Englisch bezeichnen, rote Oberschenkel garantiert. Augenzwinkern, Spaß und dann noch die Prise X und fertig ist ein absolut genialer Nachfolger, welcher die Band in weitere Höhen treiben dürfte. Auch hat man diesmal von verschiedener Seite Unterstützung in Form von Gästen zu verbuchen, wer? Lest das Booklet …
 
Mein Tipp: Männer werden von Jahr zu Jahr besser, Turbobier von Album zu Album. Wenn man sich jetzt noch vorstellen würde, dass die Jungs statt Bier Whiskey brauen und verkaufen würden … Dieses Teil müsst ihr antesten, der Hammer, die Pommesgabel zum Gruße!!!
10/10
 
Car Sten