Reviews

Tempel

Label: Jansen Records (2019)

Bock auf norwegischen Family-Metal? Ein Metal der in keine Kategorie passen möchte, da er zu viele Nuancen hat? Ein wenig davon, dann noch davon und zum Schluss total überraschend noch dies? Habt ihr darauf Bock? Dann seid ihr mit Temple am Ende eurer Suche angelangt. Die drei Brüder Inge, Espen und Bandgründer Kjetil Gjermundrod haben mit ihrem Kindheitsfreund Andreas Espen Johnson genau solch ein Album eingespielt.
 
Der Opener ist ein eher im Thrash beheimateter Song, der aber schon die Art der Lyricswiedergabe repräsentiert, in Shouter-Manier, an den Hardcore erinnernd. Selbst bei progressiveren Tönen ohne Doublebass oder Gitarrenattacke a la Mastodon, kennt man bei den Lyrics keine Gnade. Anklagend, wutentbrannt werden Lyrics einem entgegen gebracht. Die Gitarren sind in wunderbarerweise führend. Dies alles bei ‚Uninvited‘. Dazu kommen noch blackened Momente bei vielen Songs, mal größer und mal kleinere Sequenzen., wie bei ‚Wolves‘. Weitere Anspieltipps könnten sein ‚Confusion‘ oder ‚Fortress‘ oder ‚Farewell‘. Classic Rock Riffs meets Thrash meets Hardcore meets Prog-Rock meets Metal …
 
Mein Tipp: Was für ein Debüt! Die Jungs machen einfach nur Spaß, da sie sich an keine Genregrenzen halten, ihren Stiefel spielen, eigenständig bis zum Schluss, jeder Vergleich mit anderen Bands nur Annäherungswerte sind. Diese Truppe begeistert durch ihren Sound, ihr Gefühl für Komposition und Kreativität! Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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