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TRE

Label: Blues For The Red Sun (2019)

Das dritte Album der Norweger die sich schon zuvor mit einigen Splits und Eps einen Namen erspielt haben und die beiden Vorgängeralben dürfen auch nicht vergessen werden. Ihren Roots, wie der Bandname schon mitteilt, dem Blues immer treuergeben, wundert es niemanden, dass der Delta Blues den Takt vorgibt, federführend ist. Das Raue, direkte, die Verbindung von Takt und Gesang, der Gitarrenbegleitung, wobei hier auch der Rock zum Vorschein kommt, da die Gitarren durch aus ihr Können in der Harmonieführung beweisen, die Basslines sind natürlich enthalten. Die Songlänge ist schon fast im Doombereich, ohne Doom zu sein aber auch nicht so dass es Heavy Metal wäre, eine sehr gute, intensive als interessante Mischung.
 
Als Lauschproben, ja, dafür müsst ihr Zeit mitbringen. Ein kurzes reinhören wird euch bei diesem Album nicht helfen um die Vielseitigkeit der Truppe auch nur annähernd zu erschließen. Wenn ihr also bereit seit Zeit zu investieren würde ich euch gerne folgende zwei Songs ins Ohr legen wollen. Der Opener ist zu lang mit über 10 Minuten, dafür nehmt doch lieber ‚One For Sorrow‘, der die ganze ursprüngliche Delta-Sprit Sache in sich vereint, aber den Rock mit der Gitarre nicht zu kurz kommen lässt, sprich ein klassischer Blues-Rock-Vertreter ist. Die Stimme von Arnt kommt hier auch in fast allen Facetten zum Vorschein. Dann noch ‚NO Man’s Land‘ und ihr habt einen schönen Überblick und wenn ihr euch diese Songs schon anhört werdet ihr bestimmt noch den ein oder anderen mehr anhören und am Ende … Wer weiß das schon …
 
Mein Tipp: Ein super Album, das mit Genres Grenzen spielt ohne eine dieser Grenzen zu sehr ausreizen zu wollen. Das Fundament ist und bleibt der raue und ehrlich Delta Blues. Die Pommesgabel zum Gruppe!!!
 
10/10
 
Car Sten