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Soulhunter

Label: AFM Records (2003)

Da man im Powermetalbereich nur noch mit Mühe und Not den Überblick behält, freut man sich immer wieder, wenn eine Band wie Voice ein neues Teil auf den Markt bringt. Da weiß man was man hat - dachte ich zumindest bis jetzt.

Den Nährboden für diese Hoffnung stellte nicht zuletzt das hervorragende letzte Album „Golden Signs“ dar, auf dem einige starke Tracks vertreten waren. Und wenn man zudem noch einen Sänger wie Oliver Glas in seinen Reihen hat, darf man schon einiges erwarten. Drummer Stefan Schwarzmann hat sich mittlerweile wieder verabschiedet, dafür trommelt nun Jens Kuge. Das Voice keine Full Speed Metal Band sind, war bekannt, aber dem neuen Teil fehlt es doch an einigen Ecken an etwas mehr Tempo und vor allem an der nötigen Power. Auch wenn die Scheibe nun schon einige Male meinen CD-Player strapaziert, sind es immer die gleichen Tracks die herausragen, und dass ist leider die Minderzahl. ,Firedevil’ gehört auf jeden Fall dazu, ein straightes Stück mit viel Drive und einem starken Refrain. In die gleiche Kerbe schlagen auch ,Glorious Empire’ und ,Like A Heart’. Allesamt Stücke, die tempomäßig eine Schippe drauflegen. Ansonsten liegt das Augenmerk eher auf midtempo orientierten Tracks, die irgendwo zwischen Ten und Edguy pendeln mit zumeist hymnischen Charakter. Leider plätschern die meisten Stücke so dahin, ohne wirklich einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Der Opener ,Soulhunter’ sowie das etwas härtere ,Fairground Of Illusion’ machen hierbei noch den besten Eindruck. Die Produktion an sich ist sehr ausgewogen ausgefallen, wobei ich mir gewünscht hätte, dass man Frontmann Oliver Glas etwas mehr in den Vordergrund mischt, somit geht auch ein wenig Ausdrucksstärke verloren.

„Soulhunter“ ist eine solide Melodic Metal Scheibe, die aber zu keinem Zeitpunkt mit dem Vorgänger „Golden Signs“ mithalten kann. Schade!

Oliver Bender






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