Reviews

The Black Code

Label: Cargo Records (2012)

Hehe, kleiner, dreckiger Wüstenbastard, das hier. Bestimmt gehen die Meinungen über eine solche Scheibe so weit auseinander, wie ein Schrebergarten vom inhaltlichen Thema dieser Scheibe - immerhin weit, weit weg von der Erde. Starke, charttaugliche Melodien sucht man hier mit Sicherheit vergebens, aber das Trio beackert das von Kyuss und Konsorten bestellte Feld kompromisslos. Die Fuzzgitarren und -bässe drohen das Gehirn zu zermalmen, während der Gesang zwar nölig, aber trotzdem stark aus den Boxen kriecht. 

Dazu werden an Bluesjams gemahnende lange Improvisationen in die Songs eingebaut. Die Überlangen Stücke mit ihrer leicht psychedelischen Ausrichtung lassen sich vermutlich mit handelsüblichen Inhalaten am leichtesten genießen - oder je nach Neigung- am ehesten Aushalten. Wäre ich nicht einer von denen, die einer Wahwah Gitarre hilflos ausgeliefert sind, würde mich das eventuell langweilen oder gar nerven. Aber so ist es einfach verdammt cool.

Ich kann es mir schon gut vorstellen: Wo Fat liebt oder hasst man. Ich hasse sie nicht, da mir alleine der Gitarrensound ein dermaßen glückliches Lächeln ins Gesicht zaubert, dass ich ein todsicherer Kandidat für ein Drogenscreaning in jeder Polizeikontrolle wäre.

Frank Scheuermann 






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