Reviews

Paradise

Label: Victory Records (2017)

Nach ihrem umjubelten Debüt kommt nun die Reifeprobe für Virginia Vierer aus Richmond, könnte man sagen, denn viele umjubelte Debüts haben sich pulverisiert durch das zweite Album. Und hier? Um den Tipp ein wenig vorweg zu nehmen: Nein, die Jungs kommen tatsächlich gut aus der Hüfte, aber …
 
Im Gegensatz zum Debüt glaubt man eine gewisse Handbremse zu spüren, der Popanteil wirkt größer, die Eingängigkeit ist nach wie vor hoch, man spielt schön mit Breaks, mit Akzentuierung aber den Punktouch können sie (noch) nicht verheimlichen. Denn man hat bei jedem einzelnen Song das Gefühl, dass wenn sie das Gaspedal durchdrücken dürfen sind sie in ihrem wahren Element, dem Punk. Punk im Sinne von den Kindern Bad Religions a la Good Charlotte, Green Day und wie sie alle heißen. Das Problem mit diesen Kombos ist aber, kennt man eine sowohl Band als auch Song kennt man alle. Es gibt eben nur zwei Bands auf der Welt deren Songs das gleiche Muster aufweisen dürfen und das sind nun mal Scooter und Bad Religion. Genau hier setzt dieses Album wieder an meinen seinen neuen Elementen, viele Kleinigkeiten, die aufzuzählen den Rahmen definitiv sprengen würden. Überzeugt euch mit den Songs ‚Hidden Colors‘, ‚Who cares‘, ‚Laps around a picture Frame‘ oder ‚Summer Stained‘.
 
Mein Tipp: Mit den erwähnten Songs im Ohr solltet ihr eine Entscheidung treffen können. Ein Album das sich durch seine Nuancen von dem Allerlei-Brei abhebt und durch aus zu überzeugen weiß, eine stetes Zucken im Bein kann ein Anzeichen für einen Schock oder eben Musik die durch Mark und Bein geht sein. Bei Broadside ist es Letzteres, der Circle Pit lässt grüßen, die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
9/10
 
Car Sten






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