Reviews

& Beth Hart - Black Coffee

Label: Mascot (2018)

Die Zusammenarbeit zwischen Joe Bonamassa und Beth Hart geht in die nächste Runde. Wie immer, darf man gespannt darauf sein, welche Blues-, Rock- und Soul-Juwelen die beiden aus der Asservatenkammer zaubern werden. Alleine die Nennung des Plattentitels lässt mir einen wohligen Schauer über den Rücken laufen, handelt es sich beim namensgebenden Song um einen der absoluten Überklassiker den virzuosen Soulgesangs! Mit "Black Coffee" legten Ike & Tina Turner 1972 die Messlatte für künftige Coverversionen schon in schwindelerregende Höhen, die ohne Sauerstoffmasken nicht zu bewältigen sind. Im Jahr darauf boten dann Humble Pie auf ihrem grenzgenialen Doppelabum "Eat It" mit ihrem unvergessenen Sänger/ Gitarristen Steve Marriott allerdings die ultimative Version dieses Songs dar, die sogar das Original verblassen ließ. In meinen Augen und Ohren muss sich jeder Versuch an diesem Track mit exakt dieser Version messen lassen - die Blamage war in den letzten 45 Jahren stets garantiert.

Ich skippe also direkt zu diesem Song , bereit die brachialste Bauchlandung zumindest dieses Jahrzehnts zu erleben und - bin überrascht. Beth Hart zelebriert zu äußerst geschmackvoller Gitarrenarbeit und einer sehr akzentuierten Begleitung eine werksgetreue Adaption. Natürlich scheinen auch Joe Bonamassa und Beth Hart sich an der Version von Steve Marriott & Co zu orientieren. Und das machen sie echt gut. Die Luft nach oben ist recht dünn. Gut gemacht, auch wenn Humble Pie knapp nicht erreicht werden. 

Der Rest der Scheibe ist dann für mich auch nicht mehr ganz so entscheidend. Gute, solide Ware zweier routinierter Künstler, die es immer wieder verstehen, Klassiker neu mit Leben zu versehen. Die werde ich mir auch in Zukunft immer mal wieder auflegen.

Frank Scheuermann

8/10






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