Reviews

Through Aching Aeons

Label: Pulverised Records (2017)

Wenn man von Schweden-Todes-Stahl spricht kommt man unweigerlich auch auf Desultory zu sprechen. Eine der Institutionen in Sachen Todesblei made in Sweden. Leider haben es die Herren nie wirklich geschafft, in handelsüblichen Rechenweisen sprich zwei Jahre, Releases zu präsentieren und darin dürfte auch ihr Gewinn liegen: Man hat sich auf die Kunst besonnen. Heuer haben wir ihr fünftes aber auch zugleich letzte Studioalbum für im Angebot. Nach diesem ist studiotechnisch Schicht im Schacht.
 
Und wie hört sich so ein letzte Album an? Wer Desultory kennt, weiß dass es nach Tod und Verderben riecht, ungebändigte, rohe Riffgewitter ziehen über einen hinweg, ein infernalisch, tiefer Gesang haut einem die Lyrics um die Ohren, das Drumming ist variabel und druckvoll, Midtempoparts sind ebenso gewaltig und drückend wie die Blastparts. Ein Ohrenschmaus wenn man will. Als Lauschproben würde ich euch gerne folgende drei von neun Songs als Lauschprobe geben wollen: ‚Spineless Kingdom‘ bei dem die Midtempoparts so richtig schön drückend sind und die Wechsel innerhalb von Blast zu Midtempo sind eine echte Spaßfabrik oder der Titeltrack, der einen ein wenig an Dark Tranquillity erinnern lässt oder eben ‚Divine Blindness‘ der mit Pianotakten beginnt, dort aber auch jede Lage benutzt wird, leicht dissonant klingt und die Tiefe wird auch nicht vernachlässigt bevor das unvermeindliche kommt – infernalisches Geprügel und Riffgewitter …
 
Mein Tipp: So muss sich ein Schwanengesang-Album anhören: Mit allen Trades die eine Ausgemacht haben und tun, so wie diese gewisse Angriffslustigkeit. Dieses Album kann als Klassiker bzw. Anschauungsobjekt für schwedischen Deathmetal zukünftig genommen werden. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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