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Fleischfilm

Label: Massacre Records (2017)

Das 12. Studioalbum der Thüringer Klangschmiede und dieses ist ein Besonderes, denn es handelt sich um das erste Konzeptalbum der Bandgeschichte. Wobei, so viel Konzept ist es auch nicht, denn abgesehen, dass man sich die blutrünstigen Filme der 70iger und 80iger Jahre aus Italien als Ideengeber ausgesucht hat, ist man sich treu geblieben. Wie immer wird das Ableben in seinen verschiedenen Facetten besungen und mit Blutkehlchen Roths Intonation hat man da natürlich ein ganz starkes Pfund …
 
Musikalisch, die Taktung, ist eher im Midtempobereich angesiedelt, aber es wird auch mit den Gefühlen der Hörer gespielt, denn die Musik ist so angelegt, dass der geneigte Metalhead jeden Takt mit dem Einsatz von Blastbeats rechnet, die aber nur äußerst spärlich kommen. Von infernalischen Geknüppel a la Zerfall bis zu sehr elektronisch anmutenden Beats a la Elektrohexe findet sich aus allen Schaffensperioden die ein oder andere Hommage. Lediglich wirklich neu und auch ein wenig überraschend ist die Person die für die 6-Saiter Fraktion angeführt wird. War es Jahrzehnte lang Bursche Lenz ist es heuer niemand geringeres als Martin Schirenc. Ja, ein kleiner LineUp-Wechsel, Herr Stock am Bass. Als Lauschproben würde ich die Video-Auskopplung ‚Tiefrot‘ empfehlen, hier der Link: https://youtu.be/xL1jxds4PMk Aber ebenso hörenswert ist ‚Jenseits der Dunkelheit‘, ‚Meschenfresser‘ oder ‚Satan der Rache‘ … Mit diesen Songs im Ohr müsste eine Entscheidung getroffen werden können.
 
Mein Tipp: Für mich das stärkste Album der 2000er Jahre, abwechslungsreich, mit allen Stärken der Band, einem geschickten evtl. Ausblick auf die Zukunft und rund um ein Hammer Album in seiner Gesamtheit betrachtet! Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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