Reviews

Over Phlegethon

Label: Dark Essence Records (2017)

Sehr experimentell und in keine Schublade passend kommen diese Briten an. Musikalisch geht es in die Richtung Blackmetal mit Ambient-Einflüssen, Jazz und noch massiven Psychedelic Einflüssen. Diese Kombination sich vorzustellen ist schon mal eine Nummer und setzt viel Imaginationskraft voraus, das ganze wird aber noch getoppt durch die verwendeten additional Instruments wie z.B. die Djemebe, Tempelglocken, eine Streichgitarre, Rag-Dung eine aus Messing bestehende Trompete die in der tibetisch-buddhistischen Ritualmusik Verwendung findet, dazu noch Shakers und Gong, Violine.
 
Die Bezeichnung Oriental Metal passt genauso wenig wie Blackmetal oder Ambient Metal. Diffus würd es am Besten zutreffen. Fast jeder Song präsentiert seine Lyrics entweder gesprochen oder zumindest wie eine Bahnhofsansage, klassische rhythmische Aufbauten sucht man vergebens. Wenn man will ist dies die Konstante. Dazu noch des Öfteren derb tiefe Sounds durch Bass oder ähnliches. Ein sehr spezielles Album und dabei ist es egal welchen Song man antestet. Die humanste Art wäre mit ‚Vampire‘ oder ‚Sepulchre‘ zu beginnen, denn diese haben zumindest einen scheinbar „klassischen“ Beginn, bevor kurz drauf oder etwas später das Besondere zum Vorschein kommt.
 
Mein Tipp: Der Titel „außergewöhnlichstes Album 2017“ geht ganz klar an diese drei Briten! Eine Steigerung in diesem Punkt ist nicht möglich. Von allem etwas aber kein Anzug passt, dazu die Kombination der ganzen besonderen Instrumente … Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
6/10
 
Car Sten