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The Hour Be None

Label: I Hate Records (2017)

Bei Metal aus den Niederlanden denkt der verehrte Metal-Fan gerne und zurecht an ein neues Projekt von Martin van Drunen, was nichts neues mehr ist, daher kommt oft die Gähn-Hand zum Einsatz. Ist bei unserer Truppe hier absolut nicht angebracht, denn die Herren speilen eine sehr interessante Interpretation in Sachen Doom. Man kennt alle die All-Time Favs wie Candlemass, Cathedral oder auch Reverrend Bizarre, doch diese Herren machen sich heuer in andere Gefilde auf, um an einem anderen Punkt zu Punkten. Stichwort Intensität …
 
Klar, intensiv sind alle Doom-Platten, eben wegen ihrer Entzerrung des empos, der Neuentdeckung der Langsamkeit, der bewussten Melancholie, der Tiefe, Dunkelheit und Depressivität, streckenweise auch Destruktivität, aber diese Jungs nehmen den Punkt Tempo wieder auf. Es wird bewusst mit Tempo gearbeitet. Gut, der Opener ist ein zweieinhalb minütiges Intro das genau die klassischen Werte des Doom bedient, auch der erste Song ‚Call fort he Herase‘ ist ein Klassiker, mit seiner teifen Bassline, seinen Gitarrenwänden, der Stimmgewalt des Fronters, der eine weitere Besonderheit darstellt auf Grund des eingesetzten Klangraumes. Aber bei ‚These Skies Must Break‘ brechen alle Dämme, die Zusammenführung von Progressivität, Langsamkeit und Urgewalt mit Tempo. Ab dann geht es richtig ab, eine richtig fetzige Melange dieser sich eigentlich ausschließenden Wesensarten.
 
Mein Tipp: Für Doom-Fans ist es eine neue Art die man nicht vernachlässigen sollte, für Doom-Einsteiger eine gute Art sich dem Thema Doom zu nähern ohne gleich auf die Neuentwickler der Langsamkeit zu setzen und evtl. abgeschreckt zu werden. Geiler Ansatz, weiter so, das ist geniales Doom. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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